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Ja, aber Sie
sollten das auf einer altersgerechten Weise und in einer Sprache tun, die das
Kind verstehen kann. Kinder müssen von ihren eigenen Eltern und nicht von
jemand anderem von der HK hören. Anderenfalls können sie möglicherweise denken,
dass das Verhalten des von der HK betroffenen Elternteils auf Alkohol- oder
Drogenkonsum zurückzuführen ist, oder dass der/die Betroffene sie nicht liebt. In der Regel ist
es wichtig, Kinder über die HK zu informieren, wenn ein Familieangehöriger
Symptome zeigt. Dies verhindert, dass Kinder falsche Rückschlüsse über das
Verhalten der betroffenen Person ziehen. Im
Allgemeinen wird ein Mindestalter von 18 Jahren empfohlen, da im diesem Alter der
junge Mensch hoffentlich die Reife für den Umgang mit der Gewissheit, das HK-Gen
zu tragen, besitzt. In Ausnahmefällen kann es jedoch sinnvoll sein, den Gentest bei Kindern durchzuführen,
z.B. wenn sie Zeichen juveniler HK zeigen, oder bei schwangeren Frauen unter 18
Jahren.
In diesem Fall sollten Sie eine genetische Beratung in Betracht ziehen,
bevor Sie eine Familie gründen. Ihr Ehegatte könnte sich der genetischen
Untersuchung unterziehen, um festzustellen, ob er das HK-Gen trägt. Wenn er das
mutierte Gen nicht trägt, werden Ihre Kinder die Krankheit nicht erben. Wenn er
das HK-Gen doch trägt, dann wird jedes Kind ein Risiko von 50% haben, das HK-Gen
zu erben. Zu
beschließen, trotz des HK-Risikos Kinder zu bekommen oder nicht, ist eine
persönliche Entscheidung, die nur Sie und Ihr/e Ehegatte/in treffen können. Wir
empfehlen Ihnen, diese Entscheidung unter der Leitung eines genetischen
Beraters zu treffen. In manchen Ländern sind spezielle
reproduktionsmedizinische Techniken erlaubt, die das Risiko einer Vererbung des
HK-Gens minimieren. Sie sollten in Ihre Überlegungen auch einbeziehen, dass es
vielleicht zukünftig eine Behandlungsmöglichkeit für die HK geben wird, die
Ihren Kindern, wenn sie erwachsen sind, zugute kommen könnte. Die
bestehenden genetischen Methoden ermöglichen die Untersuchung ungeborener
Kinder, die als Pränataldiagnostik
(vor der Geburt) bekannt ist. Allerdings muss die Untersuchung an ungeborenen
Kindern bestimmte medizinische und rechtliche Kriterien erfüllen, die
länderspezifisch unterschiedlich gesetzlich geregelt sind. Es gibt
zwei klassische Methoden der Pränataldiagnostik:
Amniozentese (auch Fruchtwasseruntersuchung
genannt) ist eine Methode, bei der Fruchtwasser mit fetalen Zellen mittels
einer Nadel gesammelt wird, in der Regel nach der 14. Schwangerschaftswoche. Die
Chorionzottenbiopsie, d.h. die Probeentnahme aus den Chorionzotten (Gewebe aus
der Plazenta), kann früher durchgeführt werden (zwischen der 9. und 12.
Schwangerschaftswoche), birgt jedoch mehr Risiken für das ungeborene Kind.
Ja, der
Ausschlusstest vergleicht das genetische Muster des ungeborenen Kindes mit dem der
Großeltern. Ja, die
Präimplantationsdiagnostik (PID), auch als Embryo-Screening bekannt, ist eine
moderne diagnostische Methode mit In-vitro-Fertilisation (IVF) kombiniert. Die
Embryonen werden vor der Einpflanzung (Implantation) in die Gebärmutter
untersucht. Mittels dieser Technik werden nur Embryonen mit normalen Kopien des
Gens in die Gebärmutter eingepflanzt. Somit ermöglicht die PID einem Paar die
Chance, ein Kind zu bekommen, das von der HK nicht betroffen ist, unabhängig
davon, ob der Mann oder die Frau das HK-Gen trägt. Die PID ist jedoch in
manchen Ländern aufgrund strenger Embryonenschutzgesetze nicht erlaubt.
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